Immobilienverkauf: Tipps für ein gutes Exposé

Ein gutes Verkaufs-Exposé ermöglicht einem potenziellen Käufer einen ersten Überblick über die wichtigsten Angaben zu Ihrer Immobilie. Ein aussagekräftiges Exposé kann viele Fragen bereits im Vorfeld klären, was Ihnen Zeit, Geld und Aufwand spart. Zudem steigen die Chancen auf einen schnelleren Vermittlungserfolg, wenn der erste Eindruck überzeugt.

Es existieren keine Vorgaben für die Erstellung eines Exposé. Wir fassen die wichtigsten Punkte für Sie zusammen.

Die Lage Ihrer Immobilie

Die meisten Interessenten interessiert der Stadtteil bzw. die genaue Adresse der Immobilie innerhalb einer Stadt. Beschreiben Sie die Infrastruktur Ihrer Nachbarschaft dabei möglichst präzise (Einkaufsmöglichkeiten, Verkehrsanbindung, Ärzte usw.). Wenn Sie keine ungebetenen Gäste vor Ihrer Haustüre haben möchten, dann empfehlen wir Ihnen die genaue Adresse erst nach Kontaktaufnahme preiszugeben.

Objektzustand

Beim Objektzustand sollten Sie diesen möglichst knapp wiedergeben:

  • Erstbezug
  • Erstbezug nach Sanierung
  • Neuwertig
  • Saniert
  • Modernisiert
  • Vollständig renoviert
  • Gepflegt
  • Renovierungsbedürftig
  • Abbruchreif

Angaben zur Größe

Nennen Sie im Exposé die Wohn- und die Nutzfläche der Immobilie sowie die Grundstücksfläche. Dabei ist es sinnvoll den einzelnen Geschossen (Erdgeschoss, Obergeschoss, Dachgeschoss) die jeweilige Größe an Wohnfläche zuzuordnen. Bietet Ihre Immobilie vielleicht noch einen großzügigen Garten oder eine Einfahrt mit Parkmöglichkeiten, dann sollten Sie diese Besonderheiten ebenfalls erwähnen.

Zudem ist die Anzahl an Zimmer zu nennen. Beachten Sie dabei, dass die Küche, die Diele und das Bad keine Zimmer darstellen. Zudem wird ein Zimmer erst ab 10 m2 als vollwertiges Zimmer deklariert. Alles unter 10 m2 ist ein ½ Zimmer.

Ausstattung der Immobilie

Zur Objektbeschreibung gehören eine Vielzahl an Informationen. Hierzu zählen das Baujahr, Informationen zur Bauweise (z.B. Massivbauweise, Holzständerbauweise), gewisse Extras (z.B. Swimming-Pool, Sauna, Loggia, Wintergarten), sowie Informationen zur Art der Heizungsanlage (z.B. Erdwärme, Solar, Gas, Holzpellets, Öl, Strom), der Wasserversorgung, der Fenster (z.B. Doppeltverglast) und Türen, der Küchenausstattung (z.B. Einbauküche oder Kochinsel), etwaiger Einbauten (z.B. begehbarer Kleiderschrank), der Bodenbeläge (z.B. Parkett, Laminat, Vinyl), der Beschaffenheit vom Badezimmer (z.B. Fußbodenheizung) und Gäste-WC und des Daches (z.B. gedämmt). Weitere Besonderheiten wie beispielsweise ein ausgebauter Dachboden sollten ebenfalls erwähnt werden. Auch die Art und Ausrichtung des Balkons, der Terrasse sowie des Gartens können kaufentscheidend sein.

Zudem kann die Qualität der Ausstattung (Luxus, Gehoben, Normal, Einfach) separat angegeben werden.

Energieausweis

Für den Verkauf einer Immobilie ist der Energieausweis zwingend erforderlich (Bedarfs- oder Verbrauchsausweis). Verkäufer, die einen Energieausweis nicht rechtzeitig oder unvollständig vorlegen, droht ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro. Sie können Ihren Energieausweis beispielsweise von Ihrem Schornsteinfeger oder selbst online anfertigen. Die Kosten variieren zwischen 70 und 150 €.

Hausgeld bei Eigentumswohnung

In der Regel wird bei Eigentumswohnungen Hausgeld an die Eigentümergemeinschaft gezahlt. Diese Kosten sollten selbstverständlich von Anfang an aufgeführt werden.

Bezugstermin

Eigentlich selbstverständlich, aber wichtig: Ab wann steht die angebotene Immobilie zur Verfügung?

Kaufpreis

Der Kaufpreis sollte realistisch ermittelt werden. Es empfiehlt sich zwischen 5.000 – 10.000 € Verhandlungsspielraum einzubauen.

Das Beste gehört an den Anfang!

Die Überschrift ist das erste, was ein Interessent liest. Deshalb sollte bereits die Überschrift das Interesse wecken und deutlich machen, worum es bei dieser Immobilie geht.

Beispiele:

  • Zentrumsnahe, kernsanierte Eigentumswohnung in Nordhorn zu verkaufen
  • Freistehendes, großzügiges Einfamilienhaus in Stadtflur zu verkaufen

Zudem sind sämtliche Vorzüge bzw. Stärken Ihrer Immobilie bereits im Anfangstext zu platzieren.

Bilder sagen mehr als tausend Worte

Kein Exposé ohne aussagekräftige Bilder. Achten Sie auf die Bildqualität und Belichtung bei den Fotoaufnahmen. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um Fotos zu machen. Das erleichtert Ihnen auch das optimale Raumgefühl auf den Fotos zu erzeugen. Wählen Sie auch ein passendes Motiv und vermeiden Sie unaufgeräumte und abgeschnittene Bilder.

Tipp: Außenaufnahmen sollten ausschließlich bei schönem Wetter und hellem Tageslicht angefertigt werden. Ein Regentag wirkt nicht gerade verkaufsfördernd. Vermeiden Sie zudem Aufnahmen von Menschen auf den Fotos, damit keine Persönlichkeitsrechte verletzt werden.

Der Grundriss

Werten Sie Ihr Exposé durch den Grundriss Ihrer Immobilie auf. Je mehr Informationen Sie einem Interessenten bereits zu Anfang vermitteln, desto besser kann er sich ein Bild von der Immobilie machen.

Das sollten Sie im Exposé vermeiden

In der Objektbeschreibung müssen Sie sachlich und ehrlich bleiben. Auch die Fotoaufnahmen sollten nicht übermäßig Nachbearbeitet werden. Sie sparen sich hierdurch Zeit, Geld und Ärger. Die Beschreibungen sollten auch wenig aussagekräftige Adjektive wie „unglaublich“ oder „einzigartig“ aufweisen. Auch persönliche Gefühle gehören nicht in ein Exposé. Bleiben Sie bei den Fakten, um effizient ans Ziel zu kommen.

Sie haben Fragen oder Anregungen? Wir freuen uns über Ihre Kommentare!
Ihr Reinink Immobilien-Blog aus der Grafschaft Bentheim



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